433vs868
Warum fahren wir LoRa auf 433 MHz?
LoRa auf 868 MHz hat unbestreitbare Vorteile:
- Mehr Leistung erlaubt (0.5 W statt 0.01 W ISM, was nicht-Funkamateure auf 433 MHz dürfen)
- Eine höhere Bandbreite (250 kHz statt 125, d.h. man könnte SF7 fahren)
- Weniger andere Teilnehmende als im ISM-Band (Türklingeln, Reifenventile, …)
Warum machen wir das dann nicht?
- In den Reihen der Funkamateure geisterte halt schon Hardware für 433 MHz herum
- Mit der Selbstbeschränkung auf ISM-Parameter dürfen dort auch alle mitspielen, also Funkamateure sowie nicht-lizensierte Funker
- Bei den bestehenden topographischen Gegebenheiten brächte uns mehr Leistung kaum Vorteil: Wir haben/erschließen gute Standorte
- Wenn ein Berg dazwischen ist, hilft mehr Leistung nichts
- Also haben wir lieber einen Repeater auf dem Berg ;-)
Mehr oder weniger Zufall also, die ersten Knoten waren eben im 70cm-Band.
Warum machen wir das dann doch?
Es ist eine triviale Aufgabe, eine Bridge zwischen den Meshes in 433- bzw 868-MHz-Technik zu bauen. Dazu reicht ein esp8266, der als WLAN-AP und MQTT-Server arbeitet. Damit können wir an einem günstig gelegenen Node einfach beides betreiben, die Kollegen einfangen, die in der Stadt mit 868-Devices unterwegs sind, und gleichzeitig unsere vorhandenen 433-Devices betreiben. Diese Bridge existiert derzeit nur auf meinem Schreibtisch, weil mir 868-MHz-Hardware fehlt. Die ist allerdings im Zulauf (Stand: 11.9.), Richtung Oktober werden wir das und ein paar neue Clientnodes im Betrieb haben.